Berichte des OWV-WE

Tagesausflug per Bahn nach Cheb/Eger

Am Sonntag, den 28. April traf sich eine Gruppe von 23 Personen auf dem Bahnhof Windischeschenbach zu einen Tagesausflug per Zug nach Cheb.

Angekommen in Cheb, führte ein Spaziergang vom Bahnhof durch die reizvolle Fußgängerzone zum Tourismus-Büro. Dort begann eine kurzweilige, interessante Stadtführung zu den markanten Sehenswürdigkeiten der Altstadt, begleitet von umfangreichen Informationen zur Historie der einstigen freien Reichsstadt und Stadt der Kaufleute. Die Führerin betonte, dass alle Gebäude rund um den zentralen Platz, früher Marktplatz, im Besitz der Stadt sind, was den guten Zustand der Bürgerhäuser und auch die individuell belassenen Fssaden der Gebäude erklärte.
Interessanterweise ließen sich wesentliche Ereignisse der Stadtgeschichte anschließend in den Abdeckungen der Straßenentwässerung nachlesen, was einen besonderen Einblick bot.

Nach der informativen Führung kehrte die Gruppe im ältesten Gasthof Egers (“Bei König Jiri”) zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Die Speisen in diesem traditionellen böhmischen Restaurant waren sehr schmackhaft, sehr empfehlenswert.
Danach konnte der Nachmittag individuell gestaltet werden.
Am späten Nachmittag trat die Gruppe wieder gemeinsam die Rückreise an. Die Atmosphäre war von Begeisterung geprägt, und nahezu jeder schwärmte von diesem gelungenen Ausflug, der nicht nur kulturelle Einblicke bot, sondern auch genügend Freiraum für persönliche Erkundungen ließ.
(Harald Krapf/Gisela Schiebe)

Sonderausstellung „Altes Emaille, Neu Entdeckt“

Seit Ostermontag können Besucher im Waldnaabtal-Museum in der Burg Neuhaus in eine ansprechende Auswahl von Gegenständen aus der faszinierenden Welt des alten Emailles eintauchen.
Unter dem Titel ‘Altes Emaille, Neu entdeckt’ präsentiert das Museum eine Sonderausstellung, die die Schönheit und Vielfalt dieser traditionsreichen Herstellung zeigt.
Die Ausstellung lädt dazu ein, die Geschichte und die künstlerische Bedeutung von Emaille neu zu entdecken. Von kunstvollen Schildern bis hin zu praktischen Haushaltsgegenständen bietet die Ausstellung einen faszinierenden Einblick in die Welt des Emailles.
Besucher haben die Möglichkeit, vielfältige Stücke zu bewundern und mehr über die Traditionen der Herstellung zu erfahren. ‘Altes Emaille, Neu entdeckt’ ist nicht nur eine Hommage an vergangene Zeiten, sondern auch eine Inspiration für zeitgenössische Liebhaber traditioneller Herstellungskunst.
Die Ausstellung läuft bis zum 27. Oktober und ist ein Muss für alle, die sich für Geschichte und alte Alltagsgegenstände interessieren.


Die Eröffnungsveranstaltung der Ausstellung ‘Altes Emaille, Neu entdeckt’ begann mit einführenden Worten der Museumsverantwortlichen Gisela Kick-Schaffer, die darin einen kurzen Einblick in den Herstellungsprozess und die frühere Bedeutung von Emaille gab und die Besucher herzlich dazu einlud, gemeinsam in die faszinierende Welt des alten Emailles einzutauchen. Im Anschluss begrüßte der 1. Vorsitzende Reinhard Heine die Anwesenden und Gäste im Namen des OWV Windischeschenbach-Neuhaus. Er bedankte sich insbesondere bei Gisela Schiebe und Irmgard Schäffler, die diese Ausstellung konzipiert und ansprechend umgesetzt haben. Anschließend übergab er das Wort an 2. Bürgermeister Erich Sperber. Dieser hob in seinem Grußwort hervor, welch wichtige Bedeutung kulturelle Veranstaltungen wie diese für die lokale Gemeinschaft haben.
Nach den inspirierenden Ansprachen folgte ein lebhafter Rundgang durch das Museum, bei dem die Besucher die Gelegenheit hatten, die vielfältigen Exponate der Ausstellung hautnah zu erleben. Mit den besonderen Schildern und den gezeigten Alltagsgegenständen bot der Rundgang einen interessanten Einblick in die Geschichte und die Bedeutung des Emailles.
Der Höhepunkt der Eröffnungsveranstaltung war das gemütliche Beisammensein im Anschluss an den Rundgang, bei dem die Gäste bei einem Glas Sekt, einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen die Möglichkeit hatten, sich über die Eindrücke der Ausstellung auszutauschen und den Nachmittag in angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Nachruf auf Bernhard Riebl

Mit tiefer Trauer nimmt der OWV Zweigverein Windischeschenbach-Neuhaus Abschied von seinem langjährigen Vereinsmitglied und 2. Vorsitzenden Bernhard Riebl. Sein Tod hinterlässt eine schwer zu schließende Lücke. 

Bernhard Riebl war über 50 Jahre Mitglied im OWV, davon mehr als 30 Jahre im Vereinsvorstand und noch bis zu seiner Krankheit als 2. Vorsitzender aktiv. 

Er war eine inspirierende Persönlichkeit, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und ihre positive Einstellung eine Bereicherung für uns alle war. Durch seine hartnäckige Art und sein Engagement hat er das Vereinsleben maßgeblich geprägt und zahlreiche Kontakte geknüpft. 

Sein intensiver Einsatz für unsere gemeinsamen Ziele wird uns stets in Erinnerung bleiben. 

Als Kultur- und Denkmalwart waren ihm die Kleindenkmäler, Marterl und Bildstöcke ein besonderes Anliegen. Deren Beschreibung und Erforschung des geschichtlichen Hintergrundes und ihrer Pflege und Instandhaltung sowie ihrer Restaurierung widmete er viel Energie. Die Ergebnisse dokumentierte er in seinem Buch „Auch wir gehören zur Heimat“. Er initiierte eine Beschilderung besonderer Häuser und Denkmäler in Windischeschenbach und Neuhaus. Im Rahmen der jährlichen Novemberwanderung würdigte er ausgewählte Marterl und verankerte sie im Bewusstsein der Mitglieder. 

Bernhard Riebl war stets bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich für die Belange des Vereins einzusetzen. Sein Engagement war beispielhaft und für viele von uns Inspiration. 

Wir werden Bernhard Riebl vermissen. Seine bestimmende Art, sein Wissen und seine stets hilfsbereite Hand werden uns fehlen. Wir sind dankbar für die Zeit, die wir mit ihm verbringen durften, und für die Spuren, welche er in unseren Herzen hinterlässt. 

In tiefer Verbundenheit und aufrichtiger Anteilnahme gedenken wir Bernhard Riebl und seinen Hinterbliebenden in dieser schweren Zeit. Möge er in Frieden ruhen. 

Im Namen aller Mitglieder des OWV Zweigvereins Windischeschenbach Neuhaus 

Reinhard Heine 1. Vorsitzender 

Monatswanderung in Erbendorf

mit Stadtrundgang entlang bemerkenswerter Gebäude und Denkmäler- 3 km (Flyer)

und
anschließendem Besuch mit Führung durch Herrn Jochen Neumann im Museum
„Flucht, Vertreibung, Ankommen“

Gegen 13:00 fuhren wir in Fahrgemeinschaften nach Erbendorf.
Beim Hotel Aribo begann in winterlicher Landschaft auf dem Radweg unser Stadtrundgang. Vorbei wanderten wir an der Neuen Kapelle, der Hanslmühle vorbei, bis zum Aussichtspunkt mit schönem Blick über die Dächer und in die Natur (Foto). Weiter ging es durch die Spitalgasse (Ehemaliges Bürgerspital) zur Alten Probstei, vorbei an der Stadthalle mit Stadtpark, zum Kaiserberg mit
damaligem Pfarrhaus, weiter zur Mariensäule und zum Rathaus, vorbei am Heimat- und Bergbaumuseum, der Kath. Kirche „Maria Himmelfahrt”, der Lorettokapelle und dem Joseph-Höser-Brunnen (Heimatforscher).

Gruppe am Aussichtspunkt
Gruppe am Aussichtspunkt

Pünktlich gegen 14:30 erreichten wir das Museum.
Herr Neumann führte uns durch die interessante Ausstellung und erläuterte anhand von Fotos und Exponaten eindrücklich die Geschichte der Migration in Erbendorf um den zweiten Weltkrieg.
Wir bedankten uns herzlich für seine ausführlichen Erklärungen und verabschiedeten uns gegen 15:30.

Abschließend kehrten wir im gegenüberliegenden Lokal „Café und Kunst“ ein und ließen uns die leckeren selbstgebackenen Torten begleitet von frischem Kaffee schmecken.

Ausflugstag in Regensburg

Am Samstag, dem 25.02.23, startete unsere Reisegruppe zur Tagesfahrt mit der Oberpfalzbahn nach Regensburg.

Bei Winterkälte schlenderten die Teilnehmer durch die Fußgängerzone hin zum Kolpinghaus, um sich dort mit einem Mittagessen zu stärken.
Bei Sonnenschein wanderte ein Teil der Gruppe entlang der Donau, vorbei an der „Wurstkuchl“, über die Steinerne Brücke.

Ausflügler auf Steinerner Brücke

Um 14:00 Uhr fanden sich alle im Foyer im Landesmuseum „Haus der Bayerischen Geschichte“ zur Führung ein. Die letzten 200 Jahre bayerischer Geschichte wurde anhand von Exponaten vorgestellt. „Die Führung war sehr informativ und interessant“, äußerte eine Teilnehmerin.
Nach der Kaffeepause im Museums-Cafe eilte die Gruppe, nun leider bei Schneeregen, zurück zum Bahnhof, um die Heimfahrt anzutreten.
Rückkehr in Windischeschenbach gegen 18:20 Uhr.

Silvesterwanderung 2022

Traditionelle Wanderung durchs Waldnaabtal nach Bernstein wiederbelebt

Nach zwei Jahren Unterbrechung machten sich am 31.12.2022 gegen 9:00 Uhr früh wieder 13 Wanderer auf den Weg durchs Waldnaabtal.
Vom Stadtbrunnen in Windischeschenbach zur Rundschleif, dann entlang der Waldnaab vorbei am Waldfrieden, führte die Route zum Gedenkstein für Waldnaabtalvater Ferdinand Windschiegl.

Den weiteren Weg säumten Gletschermühle, Tischstein und Altneuhaus. Hier wurde eine kurze Rast eingelegt und ein Gruppenfoto gemacht.

Gruppe vor Gedenkstein Altneuhaus

Auf dem oberen Holzsteg wurde die Waldnaab überquert und nach einem kurzen Stück flussabwärts das Tal über einen steilen Anstieg verlassen. Geradewegs durch den Wald kam bald Bernstein in Sicht.

Bei frühlingshaftem Wanderwetter ohne Regen und Wind traf die Wandergruppe mittags in der warmen Stube des Gasthauses Denz ein, wo schon einige Kurzwanderer warteten. Hier wurde die Schar vom Vorsitzenden Reinhard Heine mit Sekt empfangen. Danach versorgte die Familie Denz alle mit Getränken, Suppen, Schweinebraten und Schnitzeln. Gegen 15 Uhr trat die fröhliche Gruppe den nicht mehr weiten Heimweg an. Dazwischen verzehrten die Wandersleute noch eine flüssige Stärkung und die letzten Weihnachtsplätzchen.

Nach Rückkehr in der Stadt Windischeschenbach verabschiedeten sich die Wanderer mit Neujahrswünschen und dem Vorsatz nächstes Jahr wieder dabei zu sein.

Monatswanderung November

Novemberwanderung mit Ziel Zainhammer

Vierzehn Wanderer fanden sich am Stadtbrunnen ein, um mit dem PKW zur Mittelmühle bei Thumsenreuth zu fahren.

Von dort machten sie sich auf der alten Bahnstrecke auf den Weg nach Friedenfels. Vorbei am öffentlichen Friedhof des Ortes, dem Hofladen, dem Schloss und anderer herrschaftlicher Anwesen,
führte der Weg die Gruppe zum alten Friedhof der Familie Notthafft auf dem Muttergottesbühl.

Historische Buche

Hier nutzten die Wandersleute die Gelegenheit, sich in Ruhe umzusehen und die besondere Ausstrahlung dieses Ortes zu erspüren. Beim Wandeln unter den Bäumen konnten sie die alten Grabsteine der adligen Verwandtschaft derer von Gemmingen-Hornberg betrachten und versuchen die alten Inschriften zu entziffern.

Nachdem die diesjährige Marterlwanderung wegen Erkrankung des Denkmalwartes ausgefallen war, wurde diese Wanderung mit einem historischen Hintergrund gestaltet.

Danach wanderten alle wieder in Richtung Haferdeckmühle und zurück über das Sägewerk nach Zainhammer. Nach einer gemütlichen Einkehr im dortigen Gasthaus führte der Weg zurück zum Ausgangspunkt.

Chronik unseres Zweigvereins seit 1921

Ein Jahrhundert Oberpfälzer Waldverein Zweigverein Windischeschenbach-Neuhaus

Altbewährtes erhalten

„Über 100 Jahre alt, aber dennoch jung geblieben” – so in etwa konnte der OW-Zweigverein Windischeschenbach-Neuhaus im 101. Jahr seines Bestehens beschrieben werden. Viele Aktivitäten in der vergangenen Zeit haben den Zweigverein „groß“ gemacht, viele Aktivitäten in der heutigen Zeit halten den Verein lebendig. Zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter setzen sich für die Belange des Vereins und somit für die Belange der Heimat ein.
Auch unter dem aktuellen Vorsitz von Reinhard Heine, der am 29.06.2018 die Nachfolge von Rudi Loistl angetreten hat, der ab 10. April 1996 22 Jahre  lang den Verein repräsentierte, und seinerzeit die Nachfolge des inzwischen verstorbenen Karl Windschiegl antrat, wird weiterhin Altbewährtes erhalten und Neues geschaffen.

Geburtsstunde im 1921 im „Weißen Schwan“

Die Geburtsstunde des Oberpfälzer Waldvereins, Zweigverein Windischeschenbach-Neuhaus, schlug am 23. Januar 1921 im Gasthaus „Weißen Schwan“. Vor dieser Gründung trug die Vereinigung den Namen „Waldnaabtalverein“. Zum Vorsitzenden wurde der inzwischen legendäre „Waldnaabtalvater“ Ferdinand Windschiegl aus Neuhaus, gewählt. Das oberste Gebot, das man sich bei der Gründung setzte, lautete: Die Oberpfälzer Heimat schützen und die Natur hegen und pflegen. Ein weiteres Hauptbetätigungsfeld waren die Erschließung und der weitere Ausbau des schönen Waldnaabtales sowie die Markierung von Wanderwegen rund um Windischeschenbach.
Sieben Jahre später, im Jahre 1928, trat Vorsitzender Windschiegl von seinem Amt zurück, er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Anlässlich der Generalversammlung am 10. April 1933 wurde Alois Serve zum Nachfolger gewählt. Dieses Amt hatte Serve bis zu seinemTod am 27. April 1965 inne.

Während des Dritten Reiches beschränkten sich die Aktivitäten des Vereins auf einige wenige Versammlungen und Wanderungen in die nähere Umgebung.
Erst 1949 bahnte sich wieder ein neues Leben an, wurde das Vereinsleben wieder aktiviert.
Am 26. November 1965, nach dem Tod von Alois Serve, wurde nach einer Aussprache mit dem Hauptverein eine kommissarische Vorstandschaft gebildet und dabei Anton Weber zum Vorsitzenden bestimmt. Am 11. Juni 1966 wurde im Schützenhaus diese eingesetzte Vorstandschaft offiziell bestätigt.

Waldweihnacht seit 1967

Eine Premiere für den Zweigverein war die 1967 erstmals durchgeführte Waldweihnacht. Seither findet diese Veranstaltung regelmäßig in der Vorweihnachtszeit bei der Waldkapelle in Johannisthal statt.
Veränderungen an der Spitze des Vereins ergaben sich wieder 1972. Eduard Punzmann wurde zum Vorsitzenden gewählt, Anton Weber zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Unter Führung von Punzmann nahmen die Vereinsaktivitäten stark zu und auch die Mitgliederzahl steigerte sich erheblich. Heimatabende wurden regelmäßig durchgeführt, das Wanderwegenetz wurde ausgebaut und unter großem Arbeitsaufwand bis heute erhalten. Insgesamt wurden im Laufe der Zeit 120 Kilometer Wanderwege markiert und ausgeschildert. Durch den Ausbau und die Bewirtschaftung der Waldfriedenhütte gewann der OWV-Zweigverein an Bedeutung, zugleich wurde er auf eine gesunde finanzielle Basis gestellt.

Einrichtung des Waldnaabtal-Museums mit saniertem Butterfassturm

Ein langgehegter Wunsch des Vorsitzenden Eduard Punzmann und seiner Vorstandschaft ging am 1. Juni 1985 in Erfüllung. Anlässlich der Jahreshauptversammlung des Hauptvereins in Windischeschenbach konnte in der Burg Neuhaus das „Waldnaabtal-Museum“ und der renovierte Butterfassturm der Bestimmung übergeben werden. Für den Zweigverein ein historischer Tag, denn bereits seit 1978 beschäftigte man sich mit dem Ausbau und der Gestaltung des Heimatmuseums. Seit der Eröffnung wird das Museum vom OWV ehrenamtlich betreut.
Am 7. Dezember 1990 verstarb plötzlich Vorsitzender Eduard Punzmann. 18 Jahre hatte er mit seiner Mannschaft das Schiff „Oberpfälzer Waldverein“ gesteuert. Zweiter Vorsitzender Karl Windschiegl trat in die Fußstapfen von Punzmann und hielt das OWV-Schiff auf Kurs. Er war ständig bemüht, für das Waldnaabtalmuseum Sonderausstellungen zu organisieren und unter seiner Führung wurde nach langer Vorbereitungszeit auf dem „Galgenkatherl“ ein weithin sichtbares Holzkreuz aufgestellt. Gesundheitlich bereits angeschlagen, übergab Windschiegl am 10. April 1996 den Vorsitz an Rudi Loistl, der seither den Zweigverein mit viel Einsatz und Engagement führt. Erinnert sei hier nur an die in der Weihnachtszeit 1995 durchgeführte „1. Windischeschenbacher Krippenausstellung“, die weit über die Stadt hinaus Beachtung und Interesse fand.

Sonderausstellungen Waldnaabtal-Museum

Das beeindruckende Heimatmuseum, von vielen fremden Besuchern gelobt, reich ausgestattet mit einigen Tausend Exponaten wird liebevoll vom Museumsteam und ehrenamtlichen Helfern am Leben erhalten. Inzwischen durch die Gestaltung und Einrichtung des Trauzimmers in der Burg Neuhaus um eine Attraktion ergänzt. Jährliche themenbezogene Sonderausstellungen begleiten die Dauerausstellung. Bei Bedarf werden auch Museumsführungen durchgeführt.
Das „Waldnaabtal-Museum“ demonstriert in eindrucksvoller Weise die geschichtliche, kulturelle und wirtschaftliche Vergangenheit unserer Heimat.
Zum Interessengebiet „Kleindenkmäler“ hat ein führendes Vereinsmitglied ein beeindruckendes Buch herausgegeben, das einen umfassenden Überblick und entsprechende Hintergrundinformationen zu den Kleindenkmälern in der näheren Umgebung von Windischeschenbach liefert.

Wanderer-Unterstützung und Vereinsveranstaltungen

Viel Einsatz erforderte auch die Betreuung und Wartung des ca 100 km umfassenden Wanderwegenetzes, ergänzt um das Aufstellen von Wandertafeln und Ruhebänken,
Auch organisierte Wanderungen oder Ausflugsfahrten für Mitglieder und Gäste waren und sind ein wichtiger Bestandteil unseres Vereinslebens
Seit einigen Jahren beteiligen wir uns am Ferienprogramm der Stadt Windischeschenbach, um Kindern eine kleine Abwechslung zu ermöglichen.
Krönender Saisonabschluss ist die inzwischen traditionelle ,,Oberpfälzer Waldweihnacht” an der schön gelegenen Waldkapelle in Johannisthal. Eine besinnliche Feier in friedlicher Waldeinsamkeit, umrahmt von weihnachtlicher Musik, bewegt jedes Jahr immer wieder die vielen Besucher, die mit Lichtern und Laternen ausgerüstet, diese gelungene Veranstaltung gerne besuchen.

Vereinsinformationen und Ausblick 2023

Neben den üblichen Informationswegen, der lokalen Presse, unseren Schaukästen, nutzen wir seit 2011 einen eigenen Internetauftritt für Hinweise zu Terminen, Wanderwegen und Vereinsaktivitäten.

Leider haben wir in der aktuellen Corona-Pandemie viele der oben genannten Traditionen und Veranstaltungen unterbrechen müssen, aber wir hoffen natürlich, dass wir in absehbarer Zeit wieder unbefangener leben können, was in diesem Jahr glücklicherweise wieder wahr wurde .

Eigentlich steht in nächster Zeit wieder die Gestaltung der Rundwanderwege an. Die Unterstützung durch die Stadt, den Landkreis und die „Steinwald-Allianz“ ermöglichen dieses intensive Vorhaben. Neue Schilder und Ruhebänke, vor allem aber neugestaltete Hinweistafeln, die auch unser Ortsbild verschönern, sollen aufgestellt werden.

Zudem haben wir anlässlich des hundertjährigen Bestehens unseres Zweigvereins einen Ruheplatz mit Gedenkstein und Sitzgruppe erstellt und am 18.09.2022 feierlich eingeweiht.

Einweihung Zentenarium-Platz

Der OWV ZV Windischeschenbach-Neuhaus hätte im vergangenen Jahr seinen 100. Geburtstag feiern wollen. Corona ließ das jedoch nicht zu.
Nun, im 101. Jahr, gibt es mit dem Zentenariumsplatz ein “Hundertjahrobjekt”.
Das Wort “Zentenarium” kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Hundertjahrfeier.

Unterhalb der Gleißentaler Straße hinter dem neuen AWO-Tagespflegehaus am Rumpelbach errichtete der Zweigverein des OWV einen Platz zum Verweilen, mit Büschen eingefasst, daneben ein Baum und inmitten die Sitzgruppe aus Granit und Holz.
Bei der Einweihung sprach Vorsitzender Reinhard Heine das Jubiläum an. Vor 100 Jahren genauso wie heute sei beim OWV die Pflege der Natur und der Erhalt der Wanderwege der Vereinszweck. Mit der Sitzgruppe wolle man ein Zeichen zum Hundertjährigen setzen. Die Stadt habe den Platz zur Verfügung gestellt, die Steinwaldallianz habe nebst Sponsoren den Großteil der Kosten getragen. Stadtpfarrer Hubert Bartel sagte, dass es gut tue, wenn man einen Platz habe zum Hinsetzen, Wohlfühlen und die Seele baumeln lassen.
Bürgermeister Karlheinz Budnik hob heraus, dass der OWV Enormes für die Stadt und das Umfeld leiste.
Mit diesem “Zentenariumsplatz” werde ein sichtbarer Jubiläumsmeilenstein gesetzt. Viel Engagement bis zur Verwirklichung habe der Zweigverein eingebracht. Johannes Reger von der Steinwaldallianz stellte das Ziel der ILE (Integrierte ländliche Entwicklung) dahingehend dar, mit geringfügigen Mitteln Menschen zu mobilisieren und dabei etwas Dauerhaftes zu verwirklichen.
Anschließend segnete Pfarrer Bartel die Anlage.
(siehe DNT vom 24.09.2022)


Monatswanderung Mai 2022

Wanderung zum Aussichtsturm auf den Rabenberg

Wandergruppe vor Aussichtsturm

Dass das Ziel dieses Mal auf einem Berg „dem Rabenberg“ lag, hielt wohl einige Wanderer davon ab mit zu kommen, so blieben es nur 8 unermüdliche. Aber es waren nur wenig mehr als 200 Höhenmeter zu überwinden, auf der nur 6,5 km langen Wanderung.

Nach der Anfahrt zur Silberhütte führte der Weg mit Wanderführer Matthias Neumann auf der Langlaufloipe durch den frühlingsgrünen Laubwald und nach kurzer Zeit wurde die Grenze in die Tschechische Republik überschritten. Abseits vom Hauptweg, nach einem kurzen Marsch durch einen urigen Mischwald, erreichte die Gruppe den neu renovierten und für die Öffentlichkeit zugänglich gemachten Aussichtsturm auf dem Rabenberg (Havran), einem ehemaligen militärischen Horchposten. Dazwischen fanden sich am Wegesrand Nester mit kleinen Eiskörnern, es hatte wohl kurz vorher einen heftigen Graupelschauer gegeben.

Nach dem Aufstieg auf den 24,4 m hohen Metallturm konnten weitschweifende Panoramablicke auf Fahrenberg, Flossenbürg, Fischerberg, Parkstein, Tillenberg, Windräder in Ellenfeld und sogar im fernen Hintergrund den Arber genossen werden.

Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt über Kreuzstein und entlang des Grenzwegs zum Entenbühl (901 m) und der Hubertuskappelle, einer ehemaligen Bunkeranlage, kamen die Wanderer kaum ins Schwitzen.

Eine Einkehr im Gasthaus Blei durfte natürlich nicht fehlen und bildete den geselligen Abschluss des Vereinsausflugs bis zur Heimfahrt.